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Autor Thema: Bald auch „Hot Spots“ auf Kreta?  (Gelesen 4662 mal)

kokkinos vrachos

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Bald auch „Hot Spots“ auf Kreta?
« am: 06.03.2016, 16:17:42 »
Wie der Gouverneur von Kreta mitteilt, sind auf Drängen der Regierung zwei Standorte für sogenannte „Hot Spots“ auf Kreta vorgeschlagen worden. Zu einem der ehemalige amerikanische Stützpunkt in Gouves und zum anderen das Militärgelände um den Flughafen von Maleme.
(Quelle Radio Kreta)

Die unabhängige Menschenrechtsorganisation PRO ASYL beschreibt die Zustände so: „Das durch Stacheldraht umzäunte Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos wurde zum europäischen „Hotspot“ ernannt. Die Bedingungen, die Flüchtlinge dort vorfinden, sind menschenverachtend und entwürdigend. Hunderte warten etliche Stunden bis tagelang unter katastrophalen Bedingungen im Lager auf ihre Dokumente.“

"Der bestehenden „Hot Spots“ Moria ist ein Ort der Schande. Die Flüchtlinge werden dort geschlagen, beschimpft und mit Tränengas attackiert. Der Hot Spot Moria ist von Stacheldraht umgeben, Polizeibeamte stehen Wache. Angeblich sollen Hot Spots dazu dienen, die Umverteilung von Schutzsuchenden auf andere EU-Staaten zu ermöglichen. Tatsächlich geht es primär darum, Schutzsuchende an Europas Außengrenzen festzusetzen und Abschiebungen zu forcieren.“
(Quelle Pro Asyl)

vg, kv

Offline kalimera1264

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Antw:Bald auch „Hot Spots“ auf Kreta?
« Antwort #1 am: 06.03.2016, 16:42:32 »
Wo sollen die dort untergebracht werden,die meisten Gebäude sind belegt.

Die noch leerstehenden Hallen sind voll mit Müll.

Platz ist dort noch genug müssen aber alles neu bauen.

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Offline Mario

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Antw:Bald auch „Hot Spots“ auf Kreta?
« Antwort #2 am: 06.03.2016, 16:43:04 »
Quelle "Radio Kreta", da muss ich schon lachen.

Der Familienbetrieb lebt doch davon, Dinge von Dritten zu kopieren, ohne selbst Quellen anzugeben oder auch nur um Erlaubnis zu fragen.

Wir haben mal einige Zeit lang die offensichtlichsten Kopier-Aktionen dieser merkwürdigen Seite protokolliert:

https://www.kreta-forum.eu/griechenland-aktuell/zu-gast-bei-radio-kreta!-tatsachlich/

Diesmal könnte die Quelle das hier sein: http://www.chaniapost.eu/2016/03/01/gouves-and-maleme-former-camps-the-possible-hot-spots-for-crete/

Schlimm finde ich in dem Gebrabbel der Autorin den Teil, den Du nicht zitiert hast und in dem ausschließlich Ängste rund um den Tourismus geschürt werden, die Not und das Elend der Flüchtlinge finden dort keinen Platz.

Zitat
Beide sind von Kreuzfahrtschiffen gut einsehbar. Gibt wohl dem Tourismus noch mehr Aufschwung. Wann diese Plätze zum Einsatz kommen, ist noch nicht bekannt.

Dazu ist dann der Artikel noch mit Keywords wie "Gutmenschentum" verschlagwortet; in welchem Kontext dieser Begriff ansonsten verwendet wird, lässt einige Schlüsse zu. Find ich persönlich ziemlich unangenehm.
« Letzte Änderung: 06.03.2016, 16:53:52 von Mario »
"Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten."

Oscar Wilde

[kalamaki.me] [Algar-Web]


Offline Mario

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Antw:Bald auch „Hot Spots“ auf Kreta?
« Antwort #3 am: 06.03.2016, 17:10:39 »
Und noch mal zurück zum eigentlichen Thema.

Schlimm ist ja, dass Griechenland gar keine echten, ernsthaften Optionen hat.Die griechische Außengrenze ist aufgrund ihrer Struktur kaum sinnvoll von Flüchtenden freizuhalten. Das Land wird die Flüchtenden also irgendwo unterbringen müssen, da die anderen EU-Länder sich aktiv weigern, ihren sowohl EU-rechtlichen als auch humanitären Verpflichtungen nachzukommen.

Das ist das wirkliche Armutszeugnis, welches sich dieses Schönwetter-Konstrukt EU ausstellt. Die Griechen hängen nur am sprichwörtlichen Fliegenfänger, obwohl sie eigentlich schon Sorgen genug haben. Und wer nichts hat (und auch trotz Anforderung nichts bekommt), wird auch weitere "Hotspots" (oder wie diese Lager auch immer heißen werden) nicht adäquat betreiben können.

Und die Rest-EU spekuliert da meiner Meinung sogar extrem drauf, denn es soll ja plakativ gezeigt werden, speziell nach außerhalb Europas, dass sich eine Flucht hierhin nicht lohnt.
« Letzte Änderung: 06.03.2016, 17:22:02 von Mario »
"Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten."

Oscar Wilde

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Offline Ulli

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Antw:Bald auch „Hot Spots“ auf Kreta?
« Antwort #4 am: 06.03.2016, 22:19:28 »
Zitat
Schlimm finde ich in dem Gebrabbel der Autorin den Teil, den Du nicht zitiert hast

Der ganze Artikel über den Voluntourismus ist eine Anmaßung sondergleichen.

Ich bin völlig entgeistert, wahrscheinlich passiert soetwas, wenn sie mal selbst zur Feder greifen.

Zum Thema:

Die Bürgermeister von Chania und Heraklion haben sich bereits gegen die Hot Spots ausgesprochen, aber es werden
sicher noch weitere Verhandlungen stattfinden.

http://www.haniotika-nea.gr/ochi-se-kentro-ipodochis-prosfigon-sta-chania-apo-ton-dimarcho-chanion/


 



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