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Autor Thema: Hellas Channel Lese-, Musik- und Filmtipps  (Gelesen 263576 mal)

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Adolf Ellisen - Spaziergang durch das alte Athen
« Antwort #1185 am: 25.04.2021, 12:34:11 »
Spaziergang durch das alte Athen
Sonette und Bilder aus dem 19. Jahrhundert

von Adolf Ellisen

„Spaziergang durch das alte Athen“ ist das erste deutschsprachige Buch, das je in Griechenland gedruckt worden ist: die poetische Beschreibung von Altertümern Athens aus der Feder des rastlosen Wanderers Adolf Ellissen.

1837 reiste der Göttinger in die damals junge Hauptstadt mit ihren knapp 20.000 Einwohnern und fühlte sich dort wohl „wie Diogenes in seiner Tonne“. Schwärmerisch macht er die antiken Sehenswürdigkeiten Athens lebendig: die Akropolis, den Turm der Winde, das Dionysos-Theater ...

Zusammen mit zeitgenössischen Stichen und Fotos, zwei alten Stadtplänen und mit Tagebuchaufzeichnungen
über seine beiden Griechenland-Aufenthalte (1837 und 1860) ist dieses Buch ein „Reiseführer“ durch ein vergangenes Athen, das auch heute noch Gültigkeit hat.

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Mary Allsebrook - Rebellin mit Leib und Seele
« Antwort #1186 am: 27.04.2021, 15:47:08 »
Rebellin mit Leib und Seele
Das Leben von Harriet Boyd Hawes
von Mary Allsebrook

Lesenswerte Biographie der Frau, die Gournia auf Kreta ausgegraben hat.

Harriet Boyd war die erste Frau, die eine archäologische Ausgrabung im ägäischen Raum geleitet hat. Zu einer Zeit, als nur wenige Frauen allein gereist sind, hat sie die minoische Stadt Gournia auf Kreta entdeckt, ausgegraben und den Grabungsbericht publiziert. Sie war die erste Frau, die vor dem Archaeological Institute of America vorgetragen hat – zehnmal innerhalb von vierzehn Tagen im Jänner 1902. Auch wenn sie eine herausragende Vortragende und Lehrerin war, so war die Archäologie doch nur ein Teil ihres Lebens: 1897 war sie im Griechisch-Osmanischen Krieg beim Roten Kreuz als Krankenpflegerin tätig, 1915 betreute sie serbische Typhuskranke auf Korfu, und 1917 leistete sie in nordfranzösischen Dörfern in Hörweite der Front Hilfe zum Wiederaufbau der alltäglichen Versorgung.
Obwohl ihr Beruf die Beschäftigung mit der Vergangenheit und deren Kunstwerken war, brachte sie der Gegenwart und Zukunft leidenschaftliches Interesse entgegen – ob es sich dabei um lokale Sozialprobleme in ihrer Heimatstadt Boston handelte oder um internationale Angelegenheiten, was ihr eine Einladung zum Mittagessen mit Mrs. Roosevelt im Weißen Haus einbrachte. Ihre unkonventionelle Haltung tritt besonders deutlich hervor, als sie 1938 quer durch ein gerade in Mobilmachung befindliches Europa hetzte und in die Tschechoslowakei trampte, um ihre Tochter zu 'retten', die damals Sonderkorrespondentin der Washington Post war.

Der unbeschwerte und überaus lesenswerte Bericht von Mary Allsebrook über die außergewöhnlichen Erlebnisse ihrer Mutter weist Harriet Boyd als eine wahre amerikanische Pionierin aus.

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Penelope Messidi (Hrsg) / Alfred J Noll (Hrsg.) - Athen
« Antwort #1187 am: 28.04.2021, 13:35:03 »
Athen
Europa erlesen
von Penelope Messidi (Hrsg) und Alfred J Noll (Hrsg.)


Athen hat Geschichte – und seit gut 2500 Jahren wird über die Stadt geschrieben. Der Band vereinigt historische und aktuelle Texte von Solon bis Makaris, von Aristoteles bis Ritsos. Bei der Zusammenstellung der Texte wurde besonderer Wert darauf gelegt, die gesamte Breite der Athen-Betrachtungen zu dokumentieren: von philosophisch-politischen bis hin zu lyrischen Texten, von sachlichen Reiseberichten bis hin zu prosaischen Verklärungen. Viele Texte erscheinen erstmals in deutscher Übertragung.

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Kurt Roeske - Kreta Die Insel der Mythen im Spiegel antiker Zeugnisse
« Antwort #1188 am: 29.04.2021, 14:26:18 »
Kreta
Die Insel der Mythen im Spiegel antiker Zeugnisse

Ein kulturhistorischer Reisebegleiter
von Kurt Roeske


Wer nach Kreta reist, wird es nicht versäumen, die minoischen Paläste zu besichtigen und das archäologische Museum in Iraklion zu besuchen. Und es gibt wohl niemanden, den nicht fasziniert, was Architekten, Künstler und Handwerker vor mehr als 3500 Jahren geschaffen haben. Mit zahlreichen Abbildungen vermittelt das Buch eine lebendige Anschauung davon.

Kaum ein Ort ist so reich an Mythen wie Kreta. Jeder Reiseführer erwähnt sie, hier kommen die antiken Dichter selbst zu Wort. Sie erzählen davon, wie Zeus auf Kreta geboren wurde und wie der Gott Europa raubte, sie erzählen die Geschichten von Minos und dem Minotauros, von dem Flug des Daidalos und dem Sturz des Ikarus, von der verratenen Liebe der Ariadne und von vielem mehr. Gut verständliche Übersetzungen des Autors erschließen die Texte. Moderne Autoren legen Zeugnis von der fortdauernden Wirkung der alten Mythen ab.

In zehn Kapiteln werden die Geschichte und, chronologisch geordnet, die einzelnen antiken Orte von Knossos und Phaistos bis zu Eleutherna vorgestellt.

Besonderes Interesse gilt dem Stadtrecht von Gortyn, der ältesten erhaltenen europäischen Gesetzeskodifikation.

Detaillierte Beschreibungen und übersichtliche Pläne geleiten den Besucher sicher durch die archäologischen Stätten.

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Fallschirmseide / Μετάξυ αλεξιπτώτων
Von Deborah Jeromin

Dieser Essay nimmt Fäden aus der Vergangenheit auf, um sie in der Gegenwart miteinander zu verknüpfen: Er beginnt mit Seidenraupen in einem Leipziger Kleingartenverein, die für die NS-Rüstungswirtschaft gezüchtet wurden, um daraus Fallschirmseide zu gewinnen.

Im Mai 1941 überfielen Tausende deutsche Fallschirmjäger Kreta, es war die größte Luftlandeschlacht der Militärgeschichte. Während der deutschen Besatzung 1941-44 kam es dort zu Massenexekutionen, Dörfer wurden niedergebrannt.

Die kretischen Frauen, die selbst Seidenraupen züchteten, verarbeiteten die deutschen Fallschirme später zu Taschentüchern. Zeitzeuginnen erzählen über die Verbrechen der Wehrmacht und erinnern sich an das Spinnen, Weben und Nähen der Seidenfäden – weibliche Memoriertechniken, wo Programm und Muster ineinander übergehen. Sie bilden ein Gegennarrativ zur einseitigen Geschichtsschreibung, die oft allein die Helden im Blick hat.

Deborah Jeromin ist bildende Künstlerin. Seit 2014 arbeitet sie zur NS-Seidenraupenzucht als Rüstungswirtschaft und den Folgen der Luftlandeschlacht auf Kreta 1941.

Besprechung auf Diablog.eu
https://bit.ly/3ePttt7


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Arn Strohmeyer - Faszination Kreta
« Antwort #1190 am: 02.05.2021, 12:27:21 »
Faszination Kreta
Impressionen von einer alten und doch jungen Insel

von Arn Strohmeyer

Kreta – die Insel im purpur-wogenden Meer, die Homer schon preist, ist die Wiege der abendländischen Kultur. Ihre geschichtsgesättigte und mythenbeladene Erde, ihre faszinierende Kultur üben auch heute noch eine enorme Anziehungskraft auf Hunderttausende von Urlaubern aus.
Allerdings beschreibt so manche aktuelle Reiseliteratur noch Zauberhaftes, das längst schon der Vergangenheit angehört. Der plötzliche Einbruch der Moderne, die Anpassungsleistungen an Europa und der Prozeß der Globalisierung haben auch Kreta dramatisch verändert. Die Insel ist heute auch ein Ort der Entzauberung geworden.
Arn Strohmeyer begleitet diese Entwicklung seit über 40 Jahren. Seine Kritik ist die Klage eines Liebenden. Nach wie vor bekennt er sich zur Faszination Kreta, der er nicht nur in den Spuren der Vergangenheit nachspürt, sondern auch in den Zumutungen der Moderne.

Pressestimmen

„Dem auf Kreta-Literatur spezialisierten Verlag Dr. Thomas Balistier sei Dank: Er legte Arn Strohmeyers 'Faszination Kreta' (neu) auf und damit 'Sorbas war ganz anders', einen ehedem vergriffenen Bestseller des in diese Insel lebenslänglich verliebten Autors. Seit 1967 reist der Philosoph und Journalist dorthin; und immer kommt er mit einem Koffer voller Erinnerungen zurück, die er mitreißend zu erzählen weiß.
'Welcher andere Landstrich oder welche andere Insel auf dieser Welt kann mit so wunderbaren Landschaften, so viel Geschichte und Kultur, so offenen und herzlichen Menschen aufwarten?', fragt der 73-jährige, dessen Prosa ebenso ins klassische Feuilleton passt wie auf die Politikseite eines Journals. Freilich sind die von Strohmeyer gepflegten Allzeit-Protagonisten in der Neuauflage mit von der Partie: Nikos Kazantzakis' tatsächlich existierender Romanheld Alexis Sorbas, der mit Henry Miller befreundete Phaistos-Fremdenführer Alexandros Venetikos aus Vori, einem Dorf unweit der minoischen Stadt, die Blumenkinder von Matala, unter ihnen - 'gleich in der Höhle neben mir' - ein Österreicher namens Georg Danzer (gest. 2007), der Musiker und Liedermacher, dessen 'Griechenland' freilich mit uns unterwegs war im Süden.
Strohmeyers Buch ist durchaus gefühlsbetont, ihm mangelt es ebenso wenig an Träumereien wie an klar geäußerten kritischen Anmerkungen. Nachgerade zu den Veränderungen, die die Insel während der vergangenen 50 Jahre zu verkraften hatte: Den Kretern unterliefen beim Aufbruch in die Moderne grobe Fehler, vor allem schmerzen den Ehrenbürger von Matala und vielfachen Lentas-Resident die (unter anderem dem Tourismus-Boom an Teilen der Nordküste geschuldeten) Bau- und Umweltsünden. 'Reiche Natur voll landschaftlicher Schönheit und die archäologischen Schätze sind Kretas einziges Kapital; ein anderes gibt es nicht.'
Regelrecht sprachlos macht einen das Kapitel 'Helden, die keine waren: Die Deutschen auf Kreta 1941 bis 1945'. Darin ist von unglaublichen Kriegsverbrechen die Rede, von Exekutionen und dem mörderischen Niederlegen ganzer Dörfer - und von einer deutschen Erinnerungskultur vor Ort bis in die Gegenwart der Erzählung hinein, die nicht zwischen Tätern und Opfern unterscheidet. Fesselnd bis zur letzten Seite. Fortsetzung folgt - hoffentlich!“
(Gießener Allgemeine Zeitung)
 
 „Um Auskunft darüber geben zu können, worin für ihn das authentisch Kretische besteht, hat Arn Strohmeyer auf nicht ausgetretenen Pfaden die Insel bis in ihre letzten Winkel ergründet, seine über Jahrzehnte durch zahllose Begegnungen gesammelten Eindrücke verdichtet und diese mit Bekenntnissen anderer - vorzugsweise von Nikos Kazantzakis - abgeglichen. Das ihm, dem Kreta-Enthusiasten, der legendäre Psarantonis in dessen von der deutschen Wehrmacht geschundenem Bergdorf Anogia dennoch ein Interview ausschlug, resultiert keineswegs aus Vorbehalten gegenüber dem Germanos, sondern ergab sich schlicht und einfach aus der Uneitelkeit des Sängerstars. Als erstem wurde Strohmeyer Zugang gewährt zu der Briefhinterlassenschaft des Alexandros Venetikos, dem Henry Miller bleibenden Dank dafür zollte, weil er ihn Bescheidenheit und Demut gelehrt hatte. Nicht nur Freunde dürfte sich unser Autor damit machen, dass er den seit 2006 geplanten Ausbau des Hafens von Timbaki zu einem Umschlagplatz für Containerschiffe ablehnt. (...) Vor einem solchen Megaprojekt wäre, so ist dem letzten der elf Kapitelchen des Buches zu entnehmen, selbst ein Alexis Sorbas zurück geschreckt, der, zur Kultfigur geworden, ja gar kein Kreter war und auch in seiner rauhen, aber herzlichen Seele wenig gehabt habe, was dem Charakter und der Mentalität der Männer dieser Insel geähnelt hätte. Nicht was im Ideelen, sondern, was im tatsächlichen Hier und Heute seiner Meinung nach mit kretischem Charakter absolut unvereinbar sei, darauf stößt Strohmeyer in Floria, wo die Inschrift "Gefallen für Großdeutschland" und das Relief mit drei nach allen Seiten Handgranaten werfenden Gebirgsjägern eine Gedenkstätte für gefallene deutsche Soldaten des Zweiten Weltkriegs "zieren". (...) Mit "Faszination Kreta" hat er sich nun ein Stück Wirklichkeit von der Seele geschrieben, das bequemem Sich Unbeteilgt verhalten und schlichtem Darüberwegschauen keinen Raum lässt.“
(Politismos)
 
„Die Nähe zu Afrika und zum Orient hat die Insel zur Wiege europäischer Kultur werden lassen. Ohne Rückblicke auf ihre bewegte Vergangenheit kommt Arn Strohmeyer bei seiner Liebeserklärung an Kreta demzufolge auch nicht aus. (...) Um Auskunft darüber geben zu können, worin für ihn das authentisch Kretische besteht, hat Arn Strohmeyer auf nicht ausgetretenen Pfaden die Insel bis in ihre letzten Winkel ergründet, seine über Jahrzehnte durch zahllose Begegnungen gesammelten Eindrücke verdichtet und diese mit Bekenntnissen anderer - vorzugsweise von Nikos Kazantzakis - abgeglichen.
Dass ihm, dem Kreta-Enthusiasten, der legendäre Psarantonis in dessen von der deutschen Wehrmacht geschundenem Bergdorf Anogia dennoch ein Interview ausschlug, resultierte keineswegs aus Vorbehalten gegenüber dem Germanos, sondern ergab sich schlicht und einfach aus der Uneitelkeit des Sängerstars. Als erstem wurde Strohmeyer Zugang gewährt zu der Briefhinterlassenschaft des Alexandros Venetikos, jenes nicht weniger legendären Fremdenführers von Phaistos, dem Henry Miller bleibenden Dank dafür zollte, weil er ihn Bescheidenheit und Demut gelehrt hatte. Nicht nur Freunde dürfte sich unser Autor damit machen, dass er den seit 2006 geplanten Ausbau des Hafens von Timbaki zu einem Umschlagplatz für Containerschiffe ablehnt. (...) Vor einem solchen Megaprojekt wäre, so ist dem lertzten der elf Kapitelchen des Buches zu entnehmen, selbst ein Alexis Sorbas zurück geschreckt, der, zur Kultfigur geworden, ja gar kein Kreter war (...). Nicht was im Ideellen, sondern was im tatsächlichen Hier und Heute seiner Meinung nach mit kretischem Charakter absolut unvereinbar sei, darauf stößt Strohmeyer in Floria, wo die Inschrift 'Gefallen für Großdeutschland' und das Relief mit drei nach allen Seiten Handgranat werfenden Gebirgsjägern eine Gedenkstätte für gefallene deutsche Soldaten des Zweiten Weltkriegs 'zieren'. (...) Mit 'Faszination Kreta' hat er sich nun ein Stück Wirklichkeit von der Seele geschrieben, das bequemem Sich-Unbeteiligt-verhalten und schlichtem Darüberwegschauen keinen Raum lässt.“
(Die Brücke)
 
„Der Autor und Journalist Arn Strohmeyer bereist Kreta seit 40 Jahren und ist wie kaum ein anderer mit Geschichte, Kultur und Entwicklung von Land und Leute vetraut. Unter dem Titel "Faszination Kreta. Impressionen von einer alten und doch jungen Insel" greift er auf ältere Kreta-Essays zurück, wobei jedoch in den überarbeiteten Texten der Ton auf dem Thema "Veränderungen" liegt.
Der Zwiespalt zwischen Tradition und Fortschritt, zwangsläufige Wandlungen in Gesellschaft und Natur, die negativen Seiten durch die erweiterten touristischen Kapazitäten, globalisierte Wirtschaft und ausufernde Urbanität werden in ihrem Kontrast zur Schönheit der uralten Bergregionen, zur bleibenden Faszination ihrer Mythen und Menschen aufgezeichnet. Dies geschieht mit großer Einfühlung und Empathie, mit Wehmut und Zorn, und nach wie vor mit poetischer Eindringlichkeit in den Schilderungen und mit Begeisterung zum Unvergänglichen. Die liebende Verzauberung, mit der sich der Autor allen bleibenden Reizen der Insel hingibt, schlägt immer wieder in die Klage eines Liebenden um, der unweigerlich Vergehendes nur noch kraft seiner Sprache festhalten kann...
Arn Strohmeyers Betrachtungen beruhen auf historisch und soziologisch erforschten, intellektuell durchdachten und persönlich erinnerten Begebenheiten: Sei es das Loblied auf die kretische Taverne oder das Liebesbekenntnis zur problematischen Großstadt Heraklion, Streifzüge durch die Werke von Nikos Kazantzakis oder die einzigartige tiefenpsychologische Deutung des Minotaurus- und Labyrinh-Mythos, die romantischen Erinnerungen an das einstige Hippie-Paradies Matala oder die leider konkrete Horrorvision von einem chinesisch verwalteten Container-Großhafen in Timbaki...“
(Griechenland Zeitung)

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Mirko Heinemann - Die letzten Byzantiner
« Antwort #1191 am: 03.05.2021, 12:41:40 »
Die letzten Byzantiner
Die Vertreibung der Griechen vom Schwarzen Meer
Eine Spurensuche

von Mirko Heinemann

Das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg: Am Abend des 9. August 1917 schießen Kriegsschiffe des verfeindeten Russlands die Kleinstadt Ordu an der Schwarzmeerküste in Brand. Da die christlichen Minderheiten des Reichs verdächtigt werden, den Kriegsgegner insgeheim zu unterstützen, fürchten die ortsansässigen Griechen die Rache ihrer türkischen Nachbarn. Panisch versuchen sie, an Bord der Schiffe zu gelangen. Eine, die es schafft, ist die 15-jährige Alexandra. Doch ihre Heimat sieht sie niemals wieder.

Nach dem Krieg werden aus dem Gebiet der heutigen Türkei etwa 1,2 Millionen Griechen zwangsausgesiedelt. 100 Jahre später reist Alexandras Enkel Mirko Heinemann auf den Spuren seiner Familie und der sogenannten Pontos-Griechen durch den Norden der Türkei. Er erzählt, wie Griechen seit der Antike an den kleinasiatischen Küsten lebten, mit Byzanz das Erbe Roms antraten, bis sie in den letzten Jahren des Osmanischen Reichs erst dem aufgeschaukelten Nationalismus und schließlich den Interessen der Großmächte zum Opfer fielen. Eine hierzulande fast vergessene Geschichte, die bis heute das Verhältnis zwischen der Türkei und Europa prägt.

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Ronnith Neuman - Das Orakel von Korfu
« Antwort #1192 am: 04.05.2021, 15:36:56 »
Das Orakel von Korfu
von Ronnith Neuman

Nur fünf Schritte. Ein Rascheln. Eine fremde Bewegung. Kurz darauf das Geräusch berstender Schädelknochen. Eine Leiche am Hafen gibt Hauptkommissar Alexandros Kasantzakis und der Polizeifotografin Kristina Tzavrou Rätsel auf. Zumal der Ermordete kein Unbekannter ist. Wer hatte Interesse am Tod des in der Insel-Highsociety geachteten Mannes?

Die Spur führt zurück in den Kosovo der neunziger Jahre. Damals kämpften die zahlenmäßig überlegenen Kosovoalbaner gegen die unliebsamen Machthaber einer serbischen Minderheit. Alexandros und Kristina fragen sich, ob, und wenn ja, welche Verbindung zwischen der Ermordung des Griechen und den Massakern des damaligen Krieges besteht. War der Getötete in Wahrheit ein Wolf im Schafspelz? Es gibt Hinweise, die auf einen Rachemord hindeuten. Oder liegt das Motiv ganz woanders? Welche Rolle spielt die aus dem Kosovo geflohene Nili, die gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester ihren Lebensunterhalt in einem Bordell verdient? Und was verbindet Nili mit dem sechzehnjährigen Ilias, der in jenem zweifelhaften Etablissement mit einer unbekannten „Maskenfrau“ seine erste Liebesnacht erlebt?

Erst allmählich begreift Ilias, mit wem er die Nacht verbracht hat und in welch auswegloser Lage er sich befindet. Als während eines Festes die aufgeheizte Stimmung eskaliert, können auch Alexandros Kasantzakis und Kristina Tzavrou nicht verhindern, dass weitere Personen zu Tode kommen. Denn wie das Orakel weissagt: Nichts ist umkehrbar. Was geschieht, geschieht …

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Michael Kühler / Hubert Neubauer - Faszinierende Griechische Inseln
« Antwort #1193 am: 05.05.2021, 14:29:27 »
Faszinierende
Griechische Inseln

von Michael Kühler und Hubert Neubauer

Eine genaue Anzahl der Griechischen Inseln gibt es nicht. Die Angaben schwanken zwischen 1000 und 6000. Je nachdem, ab welcher Größe man noch von einem 'Felsen im Meer' oder eben von einer Insel spricht. Einig ist man sich jedoch darüber: die griechische Inselwelt ist einmalig und faszinierend. Weiße Windmühlen und blaue Kirchenkuppeln, herrliche Bergpanoramen und traumhafte Strände, die Gelassenheit, die die griechische Bevölkerung ausstrahlt, und dies alles vor dem Hintergrund der griechischen Geschichte - die Griechischen Inseln bieten Ruhe, Genuss und Kultur. Von Korfu über Rhodos und Santorin bis nach Kreta, die als größte griechische Insel ein kleiner Kontinent für sich ist, locken gemütliche Städtchen, antike Denkmäler und vielfältige Landschaften.

Die zahlreichen brillanten Fotografien dieses Bildbandes zeigen die Griechischen Inseln in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit.

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Alexander Rubel - Die Griechen
« Antwort #1194 am: 06.05.2021, 12:19:05 »
Die Griechen
Kultur und Geschichte in archaischer und klassischer Zeit

von Alexander Rubel

Wer waren die Griechen des Altertums und was haben sie uns heute noch zu sagen? Diesen Kernfragen kulturgeschichtlicher Betrachtung geht der vorliegende Band überblickartig nach.

Von der Entstehung der griechischen Stadtstaaten über die Perserkriege bis zum Zeitalter des Perikles und von der Ausbildung der Demokratie in Athen über die ökonomischen Grundlagen griechischer Gemeinwesen bis hin zu den grausamen Kriegen, die Griechen gegeneinander und gegen andere führten, spannt sich der narrative Bogen dieser Einführung.

Geschichte, Kunst, Literatur und Alltagsleben der Griechen der archaischen und klassischen Periode werden in einem Gesamtbild einer Epoche präsentiert und ihre fortwährende Bedeutung für eine Gegenwart, die sich von humanistisch-klassizistischen Traditionen weit entfernt hat, wird kritisch analysiert. Dabei werden die Griechen einerseits von ihrem humanistischen Sockel geholt und ihre Lebensweise, ihre Gebräuche und politischen Institutionen als Teil einer uns doch recht fremden vormodernen Gesellschaft beschrieben, zugleich aber die nachhaltige Bedeutung ihrer Kultur für das Verständnis der europäischen Kulturgeschichte betont.

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Frank Schulz - Das Ouzo-Orakel
« Antwort #1195 am: 07.05.2021, 15:04:47 »
Das Ouzo-Orakel
Von Frank Schulz

»Ein mit nicht mehr zu übertreffender Souveränität komponiertes Buch.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung) Bodo Morten ist nach längerem Aufenthalt im Sanatorium nach Griechenland ausgewandert. Dort führt er nun seit fünf Jahren ein ruhiges Leben: viel meditieren, viel schwimmen, kein Alkohol, keine Zigaretten, keine Frauen. Bis Monika Freymuth auftaucht. Die Bodo abstößt und fasziniert. Und ihn an jemanden erinnert. Bodo weiß nur einen Ausweg. Er macht sich, bewaffnet mit einer Fünf-Liter-Bombe Ouzo, auf in die Berge, um das Orakel zu befragen. »Ein vorzüglicher bis herausragender Groß- und Spitzenroman, in dem sich der Schulzsche Stil vollendet und erfüllt ... ein Meisterwerk.« TITANIC

Leseprobe (PDF)
http://goo.gl/0tznO1

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Ludwig Harig - Kreter und Pleter
« Antwort #1196 am: 10.05.2021, 13:25:27 »
Kreter und Pleter
Tagebuch einer Reise nach Kreta

von Ludwig Harig

Familie Pauschal, Herr und Frau Radix, Schneewittchen vom Donnersberg, Johannes der Täufer nebst Ehefrau Brunhilde, der Dichter und seine Frau, machen mit einer insgesamt achtzehnköpfigen Reisegruppe Urlaub auf Kreta. Im Gefolge des inspirierten Reiseführers Evangelos begibt sich die Schicksalsgemeinschaft auf Zeit auf Entdeckungsreise. Kunsthistorisches Folkloristisches und nicht zuletzt die Marotten der Reiseteilnehmer geraten dabei in den Fokus. Die einen bildungsbeflissen, die anderen auf der Jagd nach Fototrophäen und manch einer schlichtweg überfordert.

Ludwig Harigs Reisetagebuch legt beredt Zeugnis ab von der Lust und Last des Reisens. Darüber hinaus spielen natürlich die herrliche Landschaft Kretas, seine Mythen und Denkmäler eine wichtige Rolle.

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Andrea Marcolongo - Das Meer, die Liebe, der Mut aufzubrechen
« Antwort #1197 am: 11.05.2021, 15:43:29 »
Das Meer, die Liebe, der Mut aufzubrechen
Was uns die Argonautensage erzählt
von Andrea Marcolongo

Vom Mut, um in unbekannten Situationen zu bestehen. Der berühmte griechische Mythos neu gelesen für unsere Zeit. Andrea Marcolongos wunderbare Neuerzählung des griechischen Mythos fordert uns auf, den gesicherten Alltagsmodus zu verlassen und aufzubrechen ins Ungewisse: wie Jason und seine blutjungen Gefährten mit der Argo, dem ersten Boot, das die Götter schufen. Helden wollten sie werden, doch ihr Anführer ahnte nicht, dass er erst die Liebe erfahren sollte: die Liebe Medeas, die ihm mit ihren Zauberkünsten half, das Goldene Vlies zu erringen. Älter als die Odyssee, ist die Argonautensage zugleich heutiger und wird uns zur Orientierung: Nicht von Sieg oder Niederlage erzählt der berühmte griechische Mythos, sondern vom Mut, immer wieder neu aufzubrechen, vom Wagnis der Liebe und der Entschlossenheit, alle Hindernisse zu überwinden, um sein eigenes Leben zu leben.

Rezession in „Der Tagesspiegel“
Die Argonautensage, revisited
Ein frischer Blick auf einen der ältesten Mythen der Welt
https://bit.ly/3j1e2ik


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Martin Roemer - Apoll an der Hand
« Antwort #1198 am: 12.05.2021, 14:33:17 »
Apoll an der Hand
Streifzüge durch Griechenland

von Martin Roemer

Wer sich von Apoll an die Hand nehmen lassen möchte, um kreuz und quer durch Griechenland zu streifen, hat keinen gewöhnlichen Reisebegleiter gewählt. Ihm werden sich gerade abseits gängiger Pfade auch unerwartete Eindrücke mit tiefem Symbolgehalt eröffnen.

Also kein üblicher Reiseführer, eher ein Leitfaden für Leute, die heute noch Apolls Heimat mit der Seele suchen. In der Kombination von Essays und Lyrik versucht der Autor eine doppelte Annäherung an Landschaft, Mythen, Kunst und Geschichte des Landes bis hin zur aktuellen politischen Lage. Der originelle Blick eines grafischen Künstlers fügt weitere Perspektiven hinzu.

Auszug aus „Apoll an der Hand“: Thessaloniki – die weiße Stadt am Meer
Ja, hier geht es schon etwas ruhiger zu als in der großen Hauptstadt hunderte von Kilometern weiter südlich, und die Innenstadt gehört noch mehr den Griechen selbst als den Touristen, die sich hier – und Spezialisten meist – noch angenehm verlaufen. Daß der Begriff des Chaos seit alters her griechischem Denken vertraut ist, spürt man durchaus, wenn man die Stadt durchstreift, ihren Verkehr durchpflügt und manche Planungskapriole kurz bestaunt. Die in Planquadraten gebaute Unterstadt bietet einen reizvollen Gegensatz zwischen der Regelmäßigkeit ihrer Magistralen und dem auf ihnen herrschenden Gewusel. Die Oberstadt mit ihrem orientalischen Gassengewirr schwankt zwischen Verfall und aufwendiger Restaurierung. Doch lasse man sich nicht täuschen: Die Metropole des Nordens hat reichlich zu bieten, und das beginnt schon mit ihrer majestätischen Lage am Meeressaum. Die weite Front zur See ist elegant, ebenmäßig bebaut und Laufsteg für die Promenade; die Moderne zeigt sich hier ebenso geschmackssicher wie die eingestreuten Bauten aus dem Fin de Siècle.

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« Letzte Änderung: 13.05.2021, 17:15:59 von Hellas Channel »

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Anastasía Antonopoúlou - Literarische Ägäis
« Antwort #1199 am: 13.05.2021, 17:19:02 »
Literarische Ägäis
Ein Kulturraum zwischen Mythos und Geschichte

von Anastasía Antonopoúlou (Herausgeber)

Als Verbindungselement dreier Kontinente stellt die Ägäis - von der Antike über das Mittelalter bis in die heutige Zeit hinein - einen Ort der Begegnung, des Kulturtransfers und der Kontroverse dar. Zugleich fungiert die ägäische Inselwelt als Projektionsraum von literarischen und politischen Utopien. Sie wird als poetologischer, als kosmogonisch mythischer oder als Denkraum wahrgenommen und nicht zuletzt als Ort der Epiphanie der philosophischen Wahrheit (Martin Heidegger) inszeniert. Die Beiträger*innen des Bandes stellen die Ägäis in einer epochenübergreifenden, komparatistischen und interdisziplinären Perspektive dar und fokussieren sich dabei auf ihren Wert als Kulturraum.

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