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Autor Thema: Hellas Channel Lese-, Musik- und Filmtipps  (Gelesen 201944 mal)

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Antw:Hellas Channel Lesetipps
« Antwort #30 am: 28.05.2015, 12:16:13 »
Griechische Einladung
Erzählungen, Geheimnisse und Rezepte

von Edit Engelmann Hrsg.

Dürfen wir Sie zu einem Symposion einladen? Nein, keine Angst. Nicht zu einem wissenschaftlichen Kongress mit trockenen Vorträgen und noch langweiligeren Analysen. Vielmehr zu einem Symposion wie sie in der griechischen Antike an der Tagesordnung waren. Zum Reden, Diskutieren und Philosophieren. Unsere Autorinnen und Autoren erzählen Geschichten aus und von Griechenland. Über Liebe, Hoffnung und Glauben, über alltäglichen Konfrontationen, Begegnungen und Abschied, über das Leben in der Krise und die Träume für die Zukunft. Eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wein gehören dazu, ein Mezé zum Ouzo wird garantiert, bevor Sie nach und nach Spezialitäten serviert bekommen, bis sich beinahe die Tische biegen. So wie es sich in Griechenland gehört: Essen, trinken, leben. Nach dieser Einladung sind sie ein ›Filos‹ – ein Freund geworden. Sie kennen unsere Geschichten, unsere Geheimnisse, auch unsere Rezepte. Wahrscheinlich werden Sie noch nicht alle Gerichte dieses Buches nachkochen können, aber das macht nichts. Sie haben viel Zeit. Eine richtige griechische Freundschaft ist eben viel mehr als nur ein Symposium. Sie ist nachhaltig, reich und fruchtbar. Und wenn die griechische Leidenschaft Sie erst einmal gepackt hat, dann kommen Sie so schnell von ihr nicht los. Mit der vorliegenden »Griechische Einladung« ist uns hoffentlich ein schmackhafter Einstieg gelungen, der Lust auf mehr Griechenland und Appetit auf weitere köstliche literarisch-kulinarische Genüsse macht. Die Autorinnen und Autoren wünschen alle Leserinnen und Lesern: »Jamas!« und »Kali Orexi!«

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Ellen K. Jaeckel / Peter Peter - Ziegen, Götter, Bergschönheiten
« Antwort #31 am: 31.05.2015, 14:38:22 »
Ziegen, Götter, Bergschönheiten
Rätselhaftes Kreta

von Ellen K. Jaeckel und Peter Peter

Dass Kreta wunderschöne Strände hat, ist vielen sonnenhungrigen Urlaubern bekannt. Die eigentliche Heimat der Kreter sind jedoch die Berge. Vielleicht ist die Eigenwilligkeit der stolzen Inselbewohner auch darauf zurückzuführen, denn in der spröden Umgebung herrschen oftmals raue Sitten: Nirgendwo sonst in Griechenland ist die Zahl der Waffenbesitzer so hoch wie hier. In den Hochebenen, wo in kühlen, alten Steinhäusern selbst im Sommer die Tageshitze erträglich ist, kann man auch dem Geheimnis der kretischen Langlebigkeit auf den Grund gehen. Thymian, Rosmarin, Salbei und Lorbeer bilden die Basis der so würzigen wie gesunden Bergkräuterküche, ebenso wie das Olivenöl, das aus den Früchten der uralten Bäume gewonnen wird. Ellen Katja Jaeckel und Peter Peter folgen Ariadnes Faden durch die Mythologie und erzählen von Ziegen, Göttern und Mischwesen, sie berichten von gefährlichen Schluchten, Höhlen und Abgründen und den Hippies aus noch nicht lange vergangenen Zeiten, die sich im Süden der Insel angesiedelt haben, und sie wohnen einem mehrere Tage dauernden Hochzeitsfest bei, bei dem ganze Dörfer feiern und die Tische sich unter Köstlichkeiten biegen. Streifzüge durch Griechenlands größte Insel zwischen spröden Bergen und sonnigen Stränden

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Werner van Gent / Paul Walser
« Antwort #32 am: 01.06.2015, 14:33:57 »
Zimt in der Suppe
von Werner van Gent und Paul Walser

Zwei Griechenlandkenner werfen einen genauso liebevollen wie kritischen Blick auf das Land. Mit viel Witz und Sachkenntnis erklären sie Mentalitäten, Verhaltensweisen und deren Hintergründe und vor allen Dingen, ob in der griechischen Küche jetzt Zimt verwendet wird oder nicht.
Die Neuauflage beinhaltet auch ein Kapitel zur sogenannten Griechenlandkrise.

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« Letzte Änderung: 05.06.2015, 15:11:06 von Hellas Channel »

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Angelika Kleinz - Griechenlands Misere im Fokus der Medien
« Antwort #33 am: 02.06.2015, 13:26:13 »
Griechenlands Misere im Fokus der Medien
Lesarten der Euro-Krise. Eine Kritik an der gesellschaftlichen Spaltung in Griechenland

Von Angelika Kleinz

Die Debatte um die griechische Schuldenkrise hat in Europa auch zum Wiederaufleben nationaler Ressentiments geführt. In Griechenland haben massive innenpolitische Verwerfungen den rasanten Aufstieg einer Splitterpartei ermöglicht, die zum Sammelbecken einer euroskeptischen Jugend werden konnte. Begünstigt wurde diese Entwicklung auch durch eine übertriebene Angst vor dem Volk, die 2011 ein Referendum über die Zukunft Griechenlands verhindert hat. In diesem Buch werden die dominierenden Lesarten der Euro-Krise dargestellt, und die teilweise hysterisch und einseitig geführte Rettungsdebatte wird kritisch hinterfragt. Außerdem wird erklärt, warum das bislang ungelöste gesellschaftliche Problem eine der Hauptursachen der griechischen Misere ist, und wie es der Ausübung der demokratischen Kontrollfunktion und damit letztlich dem Anschluss Griechenlands an die Moderne entgegenwirken konnte.

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Edit Engelmann - KRISE! KRISE! Schulden am Olymp
« Antwort #34 am: 02.06.2015, 17:53:16 »
KRISE! KRISE!
Schulden am Olymp
Tagebuch eines Frosches

von Edit Engelmann

„Wie ist das denn jetzt wirklich in Griechenland?“ „Ist es so, wie es in den Zeitungen steht?“ „Und warum wird so viel gestreikt?“ „Krísi, Krísi!“ – Griechenland in der Krise! Die Affen haben es laut durch den Medienurwald gerufen. Inzwischen hat es wirklich jeder vernommen: der reiche Bär hinter seinem Bankschreibtisch, der palavernde Wolf hinter seinem Abgeordnetenpult und der kleine Frosch, der unten in seinem Tümpel alles ausbaden muss. Die deutsche Autorinfröschin Edit Engelmann hat ihren Familientümpel selbst in Athen. Dort hat sie beobachtet, wie die Frösche unter den Bruchstrich gerutscht sind, und meint: Auch der deutsche Frosch sollte wissen, was der griechische Frosch denkt – und erleidet. Direkt. Ohne Umwege. Von Frosch zu Frosch. Darum erzählt sie in ihrem Froschtagebuch, was nicht in den Zeitungen steht. Und wie sich die Meinung des kleinen Frosches von dem unterscheidet, was die Affen auf Geheiß von Wolf und Bär durch den Urwald kreischen. Das erste Jahr der Griechenland-Krise: Verblüfft und entsetzt verfolgen die Frösche, wie Bär und Wolf ihr Tümpelbiotop auseinandernehmen und dann auch noch Reparationszahlungen von ihnen verlangen. Da sagen sie doch lieber: „Ich zahle nicht! Quaak! – Den pliróno! Quaak!“ Ein Buch über Geld, Politik und Medienmacht, mit Humoreske inszeniert und liebevoll geschrieben. Das beigefügte Froschglossar ist nicht nur ein Hilfsmittel für die Erklärung der Fremdwörter, die täglich im Bezug zur Eurokrise durch den Medienurwald gerufen werden. Es dient dem Verständnis unserer Zeit. Am Tag, an dem Sie das hier lesen …

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Η πολιτική της σωτηρίας ενάντια στην τρόικα
Νίκος Κοτζιάς

Der Politik-Professor und jetzige griechische Außenminister Nikos Kotzias über die Wirtschaftskrise, die Troika und eine mögliche politische Lösung der Probleme.
Leider ist dieses sehr interessante und kluge Buch nicht in deutscher Sprache erhältlich.

Το παρόν βιβλίο του καθηγητή Πολιτικών Θεωριών Ν. Κοτζιά έχει στο επίκεντρό του τη θέση ότι η έξοδος της Ελλάδας από την οικονομική κρίση δυσκολεύεται, διότι η Πολιτική βρίσκεται μπλοκαρισμένη, υποταγμένη στα εγωιστικά συμφέροντα μειοψηφικών κοινωνικών ομάδων, της Τρόικας και του Κόμματος του Μνημονίου.
Η οικονομική κρίση απαιτεί πολιτικές λύσεις, πρωτοβουλίες και στρατηγικές. Επείγει η δημιουργία των πολιτικών προϋποθέσεων για την ενδυνάμωση μιας δημοκρατικής ριζοσπαστικής πολιτικής, καθώς και η ενίσχυση και αξιοποίηση του πολιτισμού.
Στο βιβλίο αναλύονται οι αλλαγές στον σύγχρονο κόσμο και η σημασία που αυτές έχουν για τη σωτηρία ή μη της Ελλάδας· το πώς το Μνημόνιο και οι δανειακές συμβάσεις υπονομεύουν την κυριαρχία και εθνική ανεξαρτησία της Ελλάδας. Αναδεικνύονται οι εναλλακτικές πολιτικές, αλλά και οι υπαρκτές δυνατότητες ενεργητικής διαπραγμάτευσης. Αποκρούονται οι θέσεις του Νέου Ραγιαδισμού, κρατώντας ταυτόχρονα μια γραμμή ρεαλισμού, μακριά από άγονες φωνές και μεγαλοστομίες. Αποδεικνύεται ότι δεν υπάρχουν μονόδρομοι για την Ελλάδα.
Ο συγγραφέας αναλύει τη θέση του γιατί κινδυνεύει η χώρα να απολέσει τις δημοκρατικές και κοινωνικές κατακτήσεις της. Προτείνει ειδικά μέτρα ενίσχυσης της δημοκρατίας ενάντια στο φεουδαρχικού τύπου κυρίαρχο σύστημα. Αξιολογεί τα κόμματα, τις κυβερνητικές στρατηγικές, το κίνημα των Αγανακτισμένων και την Αριστερά. Διατυπώνει προτάσεις για τη συγκρότηση ενός μεγάλου αντιμνημονιακού μετώπου. Για αυτό το μέτωπο προτείνει αλλαγές στο πολιτικό σύστημα, καθώς και σειρά θεμελιακών στόχων ενταγμένων σε μια στρατηγική σωτηρίας και αναγέννησης της Ελλάδας.

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« Letzte Änderung: 07.06.2015, 16:06:11 von Hellas Channel »

Offline Nikos

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« Antwort #36 am: 06.06.2015, 14:42:29 »
...nicht in deutscher Sprache ...

Das ist sicher so gewollt !!!
"Leben ist nicht genug", sagte der Schmetterling.
"Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben."
(H. C. Andersen)

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« Antwort #37 am: 07.06.2015, 16:08:54 »
Mythos Matala / The Myth of Matala
Ein Fotoband aus den 60ern und 70ern

von Arn Strohmeyer Hrsg.

Die Hippie-Bewegung als friedfertige Rebellion der Jugend ist in den 60er Jahren in den westlichen Gesellschaften entstanden. Langhaarig und farbenfroh gekleidet, protestierten ihre Anhänger gegen die ihrer Meinung nach spießige und sinnentleerte, einzig auf Wohlstand und Konsum ausgerichtete Kultur ihrer Eltern. Ihre von gesellschaftlichen Zwängen und Tabus freie Lebensauffassung wurde von der älteren Generation oft als Provokation empfunden. Tatsächlich waren die Blumenkinder auf der Suche nach einer humaneren Lebensweise, nach Harmonie mit der Welt und mit sich selbst. Matala an der Südküste von Kreta war ein Zentrum der Bewegung.
Der Fotoband Mythos Matala fängt in Bild und Text ein, wie Jugendliche aus aller Welt in den Höhlen an der malerischen Bucht von Matala damals nach ihren Vorstellungen und nach ihrer Devise love & peace ein einfaches und glückliches Leben zu führen versuchten.

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Vassilis Vassilikos - Das letzte Adieu
« Antwort #38 am: 08.06.2015, 12:59:21 »
Das letzte Adieu
von Vassilis Vassilikos

Bekannt wurde Vassilis Vassilikos durch seinen Roman „Z“, der literarischen Vorlage zu Costa Cravas‘ gleichnamigem Film.

Die Kettenerzählung „Das letzte Adieu“ erschien 2009, 30 Jahre nach der griechischen Erstveröffentlichung, in einer Übersetzung von Kyro Ponte erstmals in deutscher Sprache.

Verlagstext: Du kamst an jenem letzten Mittag und legtest dich auf meine Beine, ruhig, ohne jeglichen Verdruss, so sanft. Du sagtest mir lautlos das letzte Adieu. Du nahmst mit deinem Körper Abschied von mir. Nur dass ich es damals nicht begriff. Du schliefst ein wenig ein, auf der entgegengesetzten Seite deines Herzens. Das war unsere letzte Umarmung. Das letzte Mal, dass sich unsere Körper berührten. Du sagtest nichts. Du nahmst Abschied von mir auf deine Art, so liebenswürdig, so hinreißend. Deine Vernunft erfasste die Todesbotschaft nicht, um sie mir anzuvertrauen. Aber dir gefielen sowieso keine pathetischen Gesten. Ein tiefes Dankeschön sagte mir dein Körper, der zwanzig Jahre lang keine andere Wiege als die meiner Arme kannte.

Besprechung auf „Griechenland erleben“
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Eleni Torossi - Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt
« Antwort #39 am: 11.06.2015, 18:27:31 »
Als ich dir zeigte, wie die Welt klingt
von Eleni Torossi

"Meine Mutter war anders als andere Mütter. In ihren Ohren waren weiße Knoten." Wie fühlt es sich für ein Kind an, seiner gehörlosen Mutter zu erklären, was um sie beide herum passiert? Davon erzählt Eleni Torossi in ihrem Roman, der auch eine Reise ins Ungewisse beschreibt, von Athen nach München. Mit poetischem Ernst und lakonischem Witz führt die Autorin in eine unbekannte Welt, die geprägt ist von intimen Gesten und einer zärtlichen Geheimsprache.

Klappentext: Augen, Lippen, Hände damit verständigen sich ein kleines Mädchen und seine schöne, elegante Mutter. Es ist eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Beziehung. Nachdem der Vater, womöglich wegen eines vergifteten Baklavas, das Weite gesucht hat, beschließen die beiden Frauen, in eine fremde Zukunft aufzubrechen. Denn im Athen der 1960er Jahre, das unter der Militärdiktatur leidet, gibt es nicht viel zu verlieren. Zehn prächtige, von der Mutter eigenhändig angefertigte Hüte sind der Preis für die zwei Pässe. In München angekommen, sehen sich die wagemutigen Frauen mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Wohnung, Job, Aufenthaltsgenehmigung egal, um was es sich handelt, die Tochter muss dolmetschen. Sie ist die Hüterin ihrer Mutter, die ihrerseits doch die Tochter beschützen will. Abhängigkeit, Ängste, Schuldgefühle und dabei immer eine große Liebe verbinden die beiden. Caruso, der griechische Freund der Tochter, steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Als die Mutter eine Arbeit als Küchenhilfe in einem Café findet, öffnen sich auch für sie neue Türen denn manche Menschen brauchen nicht viele Worte, um ihre Liebe zu zeigen ... Ein bewegender Roman, der auch zum Nachdenken anregt, mit welchen Sinnen wir die Welt erfassen.

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« Antwort #40 am: 12.06.2015, 17:19:55 »
Die Wehrmacht in Griechenland - und Ihre Kinder
von Kerstin Muth

Dr. Kerstin Muth, Historikerin und Psychologin, widmet sich dem Schicksal der Kinder von Wehrmachtssoldaten in den ehemals von den Deutschen besetzten Gebieten.
Nach Schätzungen sind es 1-2 Millionen, die vielfach bis heute als „Deutschenbastarde“ diskriminiert werden. Zugleich wird die Problematik der Wehrmachtskinder sowohl in Deutschland als auch in den ehemals okkupierten Gebieten stark tabuisiert, wie es auch in hohem Maße in Griechenland geschieht.
Die mit Griechinnen gezeugten Kinder haben bis heute mehr oder weniger geschwiegen. Doch mit zunehmendem Alter, mit mehr Zeit, Ruhe und Abstand bricht sich oft lange Verdrängtes wieder Bahn ins Bewusstsein. Dann kann Reden befreien und mit dem eigenen Schicksal versöhnen.
Auf der Grundlage von Interviews mit Kindern deutscher Soldaten in Griechenland wird deren biographischer Alltag betrachtet; eingebettet in die jeweiligen historischen Umstände, werden Fragen neu gestellt und Antworten gesucht.

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Elias Bierdel - Fucking Greece
« Antwort #41 am: 18.06.2015, 12:07:39 »
Fucking Greece
Wem nützt die „Griechenland-Krise“?

von Elias Bierdel

Elias Bierdel: Zukunftsängste und das Gefühl der tiefen Demütigung prägen seit Jahren das Lebensgefühl vieler Menschen in Griechenland. Dabei wird keineswegs ignoriert, dass es vor allem die eigenen Regierungen waren, die dem stolzen Volk der Griechen den Schlamassel eingebrockt haben, in dem es sich jetzt befindet.
Gerade deshalb haben die Wählerinnen und Wähler mit SYRIZA der einzigen politischen Kraft zur Mehrheit verholfen, deren Repräsentanten durchweg unverdächtig sind, mit den alten Eliten und Machtkartellen gemeinsame Sache zu machen. Die Entschlossenheit, mit Vetternwirtschaft, Korruption und Klientelpolitik aufzuräumen, wird von weiten Kreisen der griechischen Bevölkerung unterstützt, selbst von jenen, die den politischen Newcomern bisher nicht ihre Stimme geben mochten. Umso schmerzlicher ist es für die GriechInnen nun, dass in dieser heiklen Phase ihrer Geschichte in der Europäischen Union jedes Verständnis für ihre Situation zu fehlen scheint.
Freunde in Griechenland, die nach fünf Jahren unter zunehmend harten Sparauflagen ihre Existenz bedroht sehen, haben mich immer wieder bedrängt, zu der verleumderischen Propaganda, der sie sich im Ausland ausgesetzt sehen, Stellung zu beziehen.
Die regelrechte Hetze, die vor allem in Deutschland die öffentliche Diskussion um vermeintlich „raffgierige und undankbaren Griechen“ beherrscht, fügt der verwundeten griechischen Volksseele täglich weitere Verletzungen zu. Die selbstzufriedene Heuchelei, die aus vielen Wortmeldungen spricht, ist längst auch für Nicht-Griechen kaum mehr zu ertragen.
Ich glaube kaum, dass der gegen Griechenland inszenierte „Sturm der Entrüstung“ kurzfristig aufzuhalten ist. Zu mächtig sind die Kräfte, die ihn entfesselt haben. Aber ich will mich wenigstens an die Seite derer stellen, die es versucht haben.

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Christian Rathner - Durch die Krise kommt keiner allein
« Antwort #42 am: 22.06.2015, 13:31:04 »
Durch die Krise kommt keiner allein
Was Griechenland Europa lehrt

von Christian Rathner

Wir kannten das Wort Solidarität nicht mehr , erzählt eine Ärztin in Athen, aber jetzt lernen wir es wieder zu buchstabieren . Kleine und große Hilfsaktionen sind quer durchs Land entstanden: Lichtaspekte in einer dunklen Zeit. Wenn das Feuer an die Tür des Nachbarn klopft , sagt man in Athen, dann hilfst du besser mit, es zu löschen. Du könntest sonst der Nächste sein, bei dem es brennt. ORF-Journalist Christian Rathner erzählt in seinem Buch von den Menschen hinter Zahlen und Klischees. Er benennt die Fragen, die die griechische Tragödie an Europa stellt. Er findet Antworten, die für den ganzen Kontinent von Bedeutung sind. Denn die Krise lebt. Griechenland geht uns alle an. Neue Formen des Miteinanders sind dringend gefragt.

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Christian Rathner - Der Brunnen von Epanosifi
« Antwort #43 am: 23.06.2015, 19:22:04 »
Der Brunnen von Epanosifi
Wege zwischen Ost und West

von Christian Rathner

Mitten im blühenden Hügelland Mittelkretas liegt das Kloster Epanosifi. Wer es besucht, taucht ein in die Stille der Natur. Epanosifi ist ein pulsierendes spirituelles Herz für die gesamte Umgebung. Die Mönche folgen jahrhundertealten Regeln. Sie sind da für die Menschen, die besonders in Krisenzeiten ihren Rat suchen. Einer von ihnen ist ­Arsenios Kardamakis, seit 2011 Metro­polit der griechisch-orthodoxen Kirche in Österreich. Längst ist er ein Wanderer zwischen den Welten, ein Kenner der östlichen wie der westlichen Spiritualität. Aber für mindestens einen Monat im Jahr kehrt Arsenios Kardamakis nach Epanosifi zurück und ist wieder Mönch unter Mönchen. Dort steht der Brunnen, aus dem er sein Wasser holt.

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Heinz A. Richter - Griechenland im Zweiten Weltkrieg 1939-1941
« Antwort #44 am: 25.06.2015, 12:06:13 »
Griechenland im Zweiten Weltkrieg 1939-1941
Contingenza Grecia - Operationen Barbarity, Lustre und Marita (Peleus)

von Heinz A. Richter

Von den Feldzügen des Zweiten Weltkriegs gehören der italienisch-griechische Krieg von Oktober 1940 bis April 1941 und der deutsche Griechenlandfeldzug (April bis Mai 1941) immer noch zu den Stiefkindern der historischen Forschung. In Italien hat man diesen Krieg verdrängt, und eine wissenschaftliche Aufarbeitung gibt es bis heute nicht. Auch in Deutschland hat sich die Forschung kaum mit diesem Thema beschäftigt; der Balkanfeldzug wurde als kurze Episode vor dem Russlandfeldzug betrachtet. In Großbritannien ist eine größere Zahl von Darstellungen erschienen, die alle einen stark apologetischen Charakter haben, da sie die britische Entscheidung, den Griechen zu Hilfe zu kommen, rechtfertigen; obwohl diese Hilfe – wie auch ein Jahr zuvor in Norwegen – zu einem militärischen Fiasko führte und den siegreichen britischen Vorstoß in Nordafrika erheblich behinderte. Heinz A. Richters Studie zu Griechenland im Zweiten Weltkrieg zeigt die Zusammenhänge zwischen der britischen Entscheidung, Griechenland militärisch zu unterstützen, und der amerikanischen Lend-lease-Gesetzgebung auf. An seine Darstellung anschließend widerlegt Richter die von allen Beteiligten gleichermaßen beanspruchte Geschichtslegende, wonach der Griechenlandfeldzug Hitler den Sieg vor Moskau gekostet und damit letztlich zu seiner Niederlage geführt habe. Im Oktober 2010 jährten sich der italienische Angriff auf Griechenland und im April 2011 der deutsche, die Operation Marita, zum 70ten Mal. Die Studie erscheint zu diesem Anlass in zweiter, überarbeiteter Auflage.

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