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Autor Thema: heute 03:00 Uhr arte: I love democracy - Griechenland  (Gelesen 1661 mal)

Offline Tina

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I Love Democracy: Griechenland
Frankreich 2012 | 95 Min. | Original Titel: I Love Democracy - Grèce

Dokumentarfilm - Der Alltag in Griechenland sieht zurzeit so aus: Wut und Angst, um die Hälfte gekürzte Gehälter, leere Restaurants, stillgelegte Baustellen, jede Woche neue Steuern, die Flucht ganzer Familien aus den Städten, Pfandsiegel an geschlossenen Geschäften, Generalstreiks, die das Land lähmen. Griechenland fühlt sich angesichts immer weiterer Einsparungsaufforderungen der Troika mehr denn je von Europa gedemütigt.

Der Film zeichnet anhand persönlicher Schicksale das Porträt eines Volks am Rande des Nervenzusammenbruchs. Wie eine Art Fahrtenbuch beginnt die Reise auf der vom Wind gezeichneten Insel Limnos.

Fast abgeschnitten von der Außenwelt fühlen sich die Bewohner so verlassen wie nie zuvor und stehen dabei symbolisch für den Rest des Landes, der sich von Europa verraten fühlt. Hier stellt sich die Frage nach der Krise der Demokratie. Seit nun fast zwei Jahren sind die Griechen Bewohner eines Landes, dessen Wohlstand nichts anderes als ein Wunschtraum war. Durch die Pleite wurde Griechenland sehr unsanft wieder in die Wirklichkeit zurückgeholt.

Aber wie lebt es sich in einem finanziell ruinierten Land? Wie kann man am Vorabend einer alles entscheidenden Wahl noch Vertrauen in eine politische Kaste setzen, die ein ganzes Land in den Abgrund gestürzt hat? Und wie ist es überhaupt so weit gekommen? Wer trägt die Schuld?

Wahr ist: Die Griechen leben schon seit Jahrzehnten über ihre Verhältnisse, nicht zuletzt dank großzügiger Zuwendungen aus Brüssel. Wahr ist auch: Alle haben Profit daraus geschlagen. Schließlich mussten seit Jahren weder die wohlhabenden griechischen Reeder noch die weitaus wohlhabendere orthodoxe Kirche auch nur einen Cent Steuern zahlen.

Der Film erzählt von der Sorglosigkeit des Staates und der Politiker, aber auch von der Verantwortung Europas. Schon als Griechenland in die Europäische Union aufgenommen wurde, wussten die Politiker genau, dass das Land weder über Industrie noch über ausreichende Ressourcen verfügt. Der erste Teil des Films zeigt eine Bestandsaufnahme dieser Katastrophe. Im zweiten Teil führt Daniel Leconte Gespräche mit Politikern, Wirtschaftswissenschaftlern und Intellektuellen über die Zukunft des Landes.

Wird Griechenland aus der Eurozone ausscheiden? Welche Rolle spielt Deutschland? Der Film geht insbesondere den angespannten Beziehungen zwischen Griechenland und Deutschland auf den Grund, deren historisches Konfliktpotenzial gegenwärtig wieder an die Oberfläche tritt. Kurz gefasst: Mittels einer Analyse der chaotischen Zustände in Griechenland wird die Frage nach der Zukunft Europas gestellt.

Quelle: www.tvmovie.de

 



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