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Homer *Ilias*

Bücher und sonstige Texte aus und über Griechenland

Re: Homer *Ilias*

Beitragvon DJL am Samstag 22. November 2008, 09:32

Stefan hat geschrieben:
zoi hat geschrieben:Was freut sich da die zoi, diese alte Krämerseele!!

Für die Oberkrämer, Bildschirmfanatiker etc... all das gibt es auch online zum downloaden. Die Voss-Übersetzung bei Google-Books (eingescannt) und bei Projekt Gutenberg sowie bei Digbib (abgetippt). Die Originale gibt es unter anderem bei Wikisource.
Stefan


Stefan, damit Du beim Bildschirmlesen nicht den Überblick verlierst - es sind rund 19.000 Zeilen -, hier eine etwas lesefreundlichere Version ...

http://liste.com/DLeBook/library/Homer_Ilias.php
DJL
 

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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Stefan am Samstag 22. November 2008, 12:31

Dietmar hat geschrieben:
Stefan, damit Du beim Bildschirmlesen nicht den Überblick verlierst - es sind rund 19.000 Zeilen -, hier eine etwas lesefreundlichere Version ...

http://liste.com/DLeBook/library/Homer_Ilias.php


Wow, fast so viele Zeilen wie der Erotokritos (von dem es leider, leider noch immer keine deutsche Übersetzung gibt).

Viele Grüsse
Stefan

P.S. danke für den Link!
schau mal in meinen BLOG: http://sangitom.blogspot.com
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon DJL am Samstag 22. November 2008, 14:29

http://liste.com/DLeBook/library/Homer_Odysseus.php

Stefan, ... hat nicht ganz so viele Zeilen - die Formatierung kommt aus der selben Ecke.
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon zoi am Montag 15. Dezember 2008, 15:06

.

Moderne Zeiten hin, *Ilias* her:
Nachdichter/innen, die sich redlich mühen, das große Werk Homers sprachlich in unsere Zeit zu :beam: beamen :beam: (**) werden wohl nicht sehr geschätzt. Jedenfalls nicht von der "alten Garde" der Kenner und Liebhaber.

Kai Michel schrieb kürzlich in der ZEIT einen amüsanten Artikel zum Thema, hier am Beispiel Joachim Latacz vs. Raoul Schrott. Ob das wohl eine Lieblingsfeindschaft wird??



Trojas strenger Wächter
http://www.zeit.de/2008/51/P-Latacz?page=1



** zoi, die sich den "Modernen Zeiten" sprachlich schon ein wenig anpassen wollte.

.
Zuletzt geändert von zoi am Montag 15. Dezember 2008, 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Heinz am Montag 15. Dezember 2008, 15:53

MaNischma hat geschrieben:Für die flüssige Gebrauchslektüre weiß ich dagegen aktuell keine bessere deutsche Fassung als die von Schrott.


Obwohl Wendelin Schmidt-Dengler gesagt hat: "Schrott kann nicht richtig Griechisch und übersetzt wie eine Wildsau." :mrgreen:
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Orloff am Montag 15. Dezember 2008, 20:03

Meist wird doch gar nicht neu übersetzt. So auch hier, glaube ich. Die Vorlagen sind schon bestehende Übersetzungen.
Ich frag mal meinen Prof.

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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Nisso am Donnerstag 8. Januar 2009, 13:21

Lesemarathon mit Raoul Schrott, Samuel Fischer Gastprofessor an der Freien Universität Berlin 2008/09
im Berliner Ensemble am Sonntag, 11. Januar 2009
Beginn 14.00 Uhr, Ende ca. 22.30 Uhr
Berliner Ensemble / Bertolt-Brecht-Platz 1 / 10117 Berlin

Es lesen Hermann Beil, Peter Fitz, Jürgen Holtz, Inge Keller, Michael Maertens, Angela Winkler und Raoul Schrott 8 ausgewählte Gesänge aus Homers Ilias

Homers Ilias übertragen von Raoul Schrott
Das Skandalbuch der Saison heißt HOMERS HEIMAT, geschrieben von Raoul Schrott. Was allenfalls Altphilologen in Wallung versetzt, steht plötzlich im öffentlichen Interesse - die Behauptung, Homer sei kein Grieche gewesen. Jetzt ist Raoul Schrotts Übertragung von Homers ILIAS erschienen, der eigentliche Kern- und Ausgangspunkt des Streits. Hier wird einer der wichtigsten Texte der Weltliteratur mit einer heutigen Sprache wieder zum Leben erweckt. Schrott traut der ILIAS. Er traut der Dichtung. Er traut ihr alles zu, sogar die Wahrheit.
Gelesen werden acht der vierundzwanzig homerischen Gesänge vom trojanischen Krieg. Raoul Schrott gibt eine Einführung und liest mit sechs renommierten Schauspielern aus dem Ensemble des BE.
Beginn: 14 Uhr, Dauer bis etwa 22.30 Uhr, mit drei Pausen und griechischem Buffet


Quelle: http://idw-online.de/pages/de/news295402
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Orloff am Montag 12. Januar 2009, 13:31

Orloff hat geschrieben:Meist wird doch gar nicht neu übersetzt. So auch hier, glaube ich. Die Vorlagen sind schon bestehende Übersetzungen.
Ich frag mal meinen Prof.

Orloff


Und so ist wohl auch. Jedenfalls ist klar, so mein Professor, dass Herr Schrott eben nur eine "eigene" Version der Ilias erfunden hat
und dies keinesfalls philologisch abgesichert ist. Sein Anhang, in dem es um die "Sprache" geht, liefert dann auch Material, das seiner
Version nicht entspricht.
Letzlich erzählt er eine Phantasiegeschichte, die sich philologisch nicht rechtfertigen lässt, oder, um es anders zu sagen, nicht Homer ist.
Also, wer scharf auf eine neue Story ist, lese Schrott, wer Homer ins Deutsche übertragen lesen möchte, halte sich an Voß oder Schadewaldt.

Die Verlegung von Troja nach Kilikien und die Degradierung Homers zu einem Eunuchen ist ganz billig.

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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Orloff am Montag 12. Januar 2009, 16:24

MaNischma hat geschrieben:Na, ist ja schön, wenn man einen Professor sein eigen nennen kann...
Nur: Da irrt auch der Herr Professor, wenn er meint, Voß wäre philologisch genauer. Oder sollte sich da nicht der Meister, sondern der Schüler gerirrt haben?
Immerhin ist die Schrott'sche Übertragung die einzige populäre deutsche Übertragung mit anhängendem altphilologischen Kommentar; das ist doch was, oder?


Schrotts Übersetzung ist in weiten Teilen falsch! Sie bringt eine Ilias von Schrott, sozusagen eine Schrottilias. Der Kommentar versucht diese Fehler hintenrum wieder zu korrigieren, indem dort eben ganz anders übersetzt wird, nämlich dem Wortlaut folgend. Es handelt sich n i c h t um eine Übersetzung, sondern eine freie Interpretation Schrotts. So etwas steht jedem frei, nur sollte man dann nicht so tun, als übersetze man.
Voß ist nicht nur richtig(er), sondern auch metrisch und zwar weitgehend gelungen. Ob Herr Schrott überhaupt weiss, was das bedeutet, ist die Frage.

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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Orloff am Dienstag 13. Januar 2009, 15:05

Das ist natürlich das Beste, MaNischma. Ein Beispiel. Ich vermag die Einzelheiten der Übersetzungen
nicht wirklich zu vergleichen, bis auf wenige. Die allerdings zeigen, wie du selbst sagst, den freien Umgang,
die Interpretation. Das mag man mögen, ich durchaus auch, manchmal. Textreue halte ich gleichwohl für wichtig, wie gesagt, vor allem
in philologischem Umfeld. Ich möcht halt schon wissen, was Homer da sagt. Meinethalben mag der Schrott ja gehen.
Ich frag aber nochmal den Professor, den meinigen.

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P.S.: Vielleicht weiss auch Heinzens Gattin ...
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Nisso am Dienstag 13. Januar 2009, 15:19

Orloff hat geschrieben: Ich möcht halt schon wissen, was Homer da sagt.


Ob man das jemals erfahren kann?
Wenn ich mich an den Ausstellungsbesuch + Führung in Mannheim (Homer-Ausstellung) richtig erinnere, dann gibt es keine Original-Texte aus Homers Zeit - alles wurde erst später aufgeschrieben.
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Orloff am Dienstag 13. Januar 2009, 15:53

Aber wir haben doch den Text!

Und können in Mannheim heute abend ins Kino gehen: http://www.singe-den-zorn.de/
Näheres zum Film: http://www.pegasus-onlinezeitschrift.de ... hardt.html

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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Heinz am Dienstag 13. Januar 2009, 15:59

Orloff hat geschrieben:Vielleicht weiss auch Heinzens Gattin ...


An Homer hat sie sich noch nicht dran getraut.

Gruß
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Nisso am Dienstag 13. Januar 2009, 16:01

Orloff hat geschrieben:Aber wir haben doch den Text!


Ja. Aber ob der wirklich von Homer ist, Buchstaben für Buchstaben? Weil du doch wissen wolltest was Homer geschrieben hat.
Unter Umständen wurde der Text erst Jahrhunderte nach Homer (so der überhaupt als Person existiert hat) aufgeschrieben, und vorher nur von Mund zu Mund überliefert. Die "Ilias" per stiller Post...
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Heinz am Dienstag 13. Januar 2009, 16:13

Nisso hat geschrieben:Unter Umständen wurde der Text erst Jahrhunderte nach Homer (so der überhaupt als Person existiert hat) aufgeschrieben, und vorher nur von Mund zu Mund überliefert.


Ich habe mir letztes Jahr an der Uni Düsseldorf den Vortrag eines Altphilologen zu diesem Thema angehört. Abgesehen mal davon, dass er an der "Übersetzung" von Raul Schrott kein gutes Haar gelassen, war er der Meinung, dass Homer mit ziemlicher Sicherheit gelebt hat, und dass man durch den Vergleich unterschiedlicher Fassungen mittlerweile auch sehr nahe am Originaltext sei. Wie sich dieser wiederum zu den Texten verhält, die von Voß oder Schadewaldt übersetzt wurden, dazu hat er sich allerdings nicht geäußert.

Gruß
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Orloff am Dienstag 13. Januar 2009, 16:25

Nisso hat geschrieben:
Orloff hat geschrieben:Aber wir haben doch den Text!


Ja. Aber ob der wirklich von Homer ist, Buchstaben für Buchstaben? Weil du doch wissen wolltest was Homer geschrieben hat.
Unter Umständen wurde der Text erst Jahrhunderte nach Homer (so der überhaupt als Person existiert hat) aufgeschrieben, und vorher nur von Mund zu Mund überliefert. Die "Ilias" per stiller Post...


Nisso, ich meine auch nicht unbedingt diese ganz persönliche Urheberschaft (die aber auch Forschungsgegenstand ist), sondern
vor allem die sprachhistorische Einordnung des Textes. Darüber ist man sich aber einig.

So, Schluss jetzt mit der Verzettelei! (Aufruf, an mich gerichtet)

Orloff

P.S. Gerade entdecke ich aber zu o.g. Thema folgende Veranstaltung: http://www.geisteswissenschaften.fu-ber ... ott21.html
MaNischma komm vorbei, wir gehen zusammen hin. Danach Trinken und Rauchen, wenn gewünscht!
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Orloff am Dienstag 13. Januar 2009, 21:51

Das sind viele interessante Anregungen, denen ich gerne nachgehe. Vielerlei Hürden, von denen du
viele beschrieben hast, gibt es offenbar bei der Übersetzerei zu überwinden.
Alle Übersetzungen wollen doch aber wohl den Gehalt eines Textes erfassen und möglichst angemessen in die eigene Sprache übertragen.
Genau das glaube ich aber nicht beim Schrott. Und das hängt auch damit zusammen, dass er das ganze Umfeld Homers,
seine Person, ja sogar Troja in völlig anderen Zusammenhängen sieht. Es gibt immer gute und weniger gelungene Übersetzungen,
manchmal gehts gar nicht, aber Schrott will einfach einen anderen Homer und nicht mehr übersetzen. Das aber nennt man dann Fiction.
Und ich habe größten Respekt vor den Forschern, die Homer gerecht werden wollen und seinem Text, gerade weil es so schwierig ist.

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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon zoi am Mittwoch 14. Januar 2009, 10:50

MaNischma hat geschrieben:Ich las gerade noch einmal meinen Beitrag vom gestrigen Nachmittag... und bitte um Nachsicht für die Tippfehler und die syntaktischen Ruinen...


MaNischma, ich verzeihe Dir!!
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Gerne würd' ich in Eure Diskussion einsteigen...mir fehlt nur im Augenblick ein büschen die Zeit dafür.
Außerdem und sowieso kann ich mit Euch ja gar nicht mithalten. Bin halt nur eine kleine :vacuum: **Vacuum-Daddel-Doofe-Klopfstaubsaugervertreterin** :vacuum: (hahaaaaaaaa...endlich kann ich den *Vacuum-Saugstaubsmiley* unterbringen!!).

Aber das muß ja nicht zwangsläufig ein Hinderungsgrund sein; nicht waaaaahr?? (**)

Gut denn: was ich eigentlich sagen wollte...und beizutragen habe, kommt jetzt.
Damit auch der interessierte Laie mit Euch noch mitkommt, habe ich HIER http://uebeltaetigkeit.blogspot.com/200 ... raoul.html einen link mit vielen weiterführenden Wiederlinks, der sich mit Raoul Schrott..Joachim Latacz..und dem ganzen Streit der Gelehrten um Homer, der *Ilias*, deren Nachdichtungen.. undundund ..beschäftigt.

Bis die Tage in diesem Thema.
Grüße von zoi


(**) Ähnlichkeiten mit Formulierungen realer Personen wären rein zufällig!! Waren mir gerade aber *unverkneifbar*.
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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon Orloff am Mittwoch 14. Januar 2009, 13:58

Zoi, einiges Material war mir schon bekannt, anderes nicht. Ist alles interessant und befeuert die
Diskussion. Über Beurteilungskompetenzen sollten wir hier nicht streiten. Es ist doch ausreichend, den
fachlichen Auseinandersetzungen der Profis einigermaßen folgen zu können. Darum bemühe ich mich jedenfalls.
Heute haben wir in der Uni auch ein bisschen Homer übersetzt und danach las unser Professor aus der Schadewaldt-Übersetzung vor.

Es klingt noch immer.

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Re: Homer *Ilias*

Beitragvon logas am Samstag 17. Januar 2009, 02:59

Lieber Gras rauchen als Heuschnupfen
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